Das Europäische Curriculum der Hessischen Europaschulen

           Kompetenzorientiertes Curriculum

    für die Europäische Dimension und das Interkulturelle Lernen

"Lernen für" Europa ist in unserer Zeit kein Schlagwort, sondern eine Aufgabe der Schule im zusammenwachsenden Europa.

Das vorliegende Curriculum beschreibt die Schwerpunkte und formuliert Kompetenzen zur Einbindung der Europäischen Dimension des Lernens in Unterrichtsvorhaben, die für alle Schülerinnen und Schüler der Textorschule in täglichen Lehr- und Lernprozessen umgesetzt werden. 

Zertifizierung 2014

Alle fünf Jahre findet eine Zertifizierung der Europaschulen in Hessen statt. Folgende vier Bereiche des Europäischen Curriculums sind 2014 zentrale Bestandteile der Zertifizierung: 

  • Europäische Dimension und interkulturelles Lernen
  • Methodenlernen und Unterrichtsentwicklung / Selbstorganisiertes Lernen (SOL)
  • Schulmanagement und Qualitätssicherung
  • Know-how-Transfer

Hierbei nehmen

  • das Sprachenlernen,
  • die internationalen Begegnungen und
  • die vielfältigen Formen des sozialen Lernens im Austausch- und Begegnungsprozess sowie
  • die Mitgestaltung der gesamten Schulgemeinde an Projekten und die Dialogbereitschaft aller Beteiligten

 eine zentrale Stellung ein.

 

 

Unterrichtsprojekte RUND UM EUROPA!

Die hessischen Europaschulen beschäftigen sich im Rahmen verschiedener Unterrichtsprojekte mit dem Thema Europa. Dabei spielen nicht nur die politischen und geographischen Gegebenheiten eine Rolle, sondern auch die kulturelle Besonderheiten europäischer Länder und das Erlernen von demokratischen Werten und Normen wie z.B.:

  • Wie wird Politik gemacht?
  • Was ist Demokratie?
  • Welche Spiele spielen die Kinder in anderen europäischen Ländern?
  • Wie wird Weihnachten in anderen Ländern gefeiert?
  • Welche Lieder singen Kinder in anderen Ländern?
  • ...

Die Ergebnisse dieser Unterrichtseinheiten werden Bestandteil des Europaportfolios, das die Kinder ab der 1. Klasse führen.

Die Europawoche findet im Mai statt und wird jedes Jahr in allen Klassenstufen von besonderen Unterrichtsprojekten begleitet (siehe Link: Europawoche). Bereits in den Wochen vor der Europawoche starten in jeder Klassenstufe unterschiedliche Workshops, Ausflüge und Projekttage.

Der EUROPÄISCHE TAG DER SPRACHEN wird am 26. September gefeiert. In den Klassen finden unterschiedliche Aktionen statt, die die Vielfalt der Sprachen in Europa und auf der Welt thematisieren.

Neben den Themen, die im Rahmen der Europawoche stattfinden, gibt es weitere Europaschulprojekte, die an der Textorschule erfolgreich realisiert werden. Hierzu zählen zum Beispiel:

  1. Das Leseprojekt: Wir treffen uns jede Woche um gemeinsam zu lesen. Auf diese Stunde freuen wir uns besonders. Wir lesen Geschichten verschiedener europäischer Autoren und lernen so auch andere Kulturen kennen. 
  2. Das Hessisches Europa-und Sprachenportfolio: Wir arbeiten ab der 1. Klasse mit dem Europaportfolio und ab der 3. Klasse mit dem Sprachenportfolio. Dort sammeln wir unsere Erfahrungen und Kenntnisse über andere Sprachen, Kulturen und Länder. Im Laufe der Zeit sehen wir unsere Lernfortschritte. Ferner knüpft es nah an unsere Lebenswelt an. Am Ende unserer Schullaufbahn besitzen wir eine Art Sammelmappe unserer Schulentwicklung.
  3. Der bilinguale Zweig Deutsch/Französisch: Seit 1997 lernen die Schüler jeweils einer Klasse pro Jahrgang in deutscher und französischer Sprache. Die Klassen werden je zur Hälfte von Kindern aus Familien, in denen Französisch gesprochen wird und aus Familien, in denen kein Französisch gesprochen wird, besucht. Neben dem reinen Spracherwerb stellt der Sachunterricht in zwei Sprachen das Kernstück des bilingualen Unterrichts dar. Er fördert und unterstützt die Entwicklung zur Kommunikationsfähigkeit und intensiviert das Hörvertsehen.  Der Einsatz von muttersprachlichen Lehrkräften garantiert eine authentische Aussprache bei den Kindern und implementiert die französische Kultur in den Unterricht. Alle Jahrgänge der "Bili-Klassen" dokumentieren einen Teil ihrer Arbeit in der französischen Schülerzeitung" JOUBI" (le Journal des petits bilingues), die zweimal im Jahr erscheint.  Beim Feiern von französischen Festen u.a. "la Galette des rois" sowie "La Mi-car^me" wird auch den deutschen Klassen in besonderen Veranstalltungen die französische Kultur nahe gebracht. Zudem dürfen einmal im Jahr alle 4. Klassen einen ganzen Tag in Straßburg (Frankreich) verbringen. Neben französischen Gewohnheiten lernen die Kinder dort die Europäischen Institutionen kennen. Jedes Jahr werden Theaterstücke in beiden Sprachen einstudiert und bilingualen sowie nicht bilingualen Klassen vorgeführt. Zur Vertiefung der Lektüren, die im Unterricht durchgenommen werden, können die Schüler die französische Bibliothek, die von Müttern geführt wird, zweimal in der Woche besuchen. Einmal pro Jahr findet ein "Lesefest" statt, bei dem ein gelesenes französisches Buch von den Kindern vorgestellt wird. Ehemalige Schüler der Textorschule (5.u.10. Klasse des weiterführenden Gymnasiums der Carl-Schurz-Schule), helfen den Schülern beim Aussuchen der Bücher und der Präsentation.  Bis 2016 gab es einen regen Austausch  mit der Schule "Saint-Nicolas 2" in Haguenau (Frankreich). Die Schüler korrespondierten, trafen sich bei eintägigen Fahrten oder auf mehrtätigen Klassenfahrten. Seit 2017 haben wir eine neue Partnerschule in Straßburg. Die ersten Kontakte werden dieses Jahr geknüpft. Die Schüler der bilingualen Klassen führen ab der ersten Klasse ein Sprachenportfolio.
  4. Das Schülerparlament
  5. Das frühe Fremdsprachenlernen - Englisch ab Klasse 2
  6. Die Schülerzeitung 
  7. Der Schulsanitätsdienst SSD 
  8. Teilnahme am jährlich stattfindenden Europäischen Wettbewerb